Die Eisenbahn aus dem Keller

Dieses Bild zeigt Paul Fischer und seine eigene, im Keller gedruckte Eisenbahn.

Die Eisenbahn ist eine kleine Version der 4-8-8-4 Big-Boy der Union Pacific Railroad.⁣

Diese wurde von 1941 bis 1960 eingesetzt und am Ende von der Dieseldampflok verdrängt.⁣

Fischer baut aber auch gerne andere riesige Maschinen nach.⁣
So hat er beispielsweise einen Fable für deutsche Panzer aus dem 2. Weltkrieg.⁣
Seinen Ehrgeiz nach spannenderen Projekten verliert er dabei aber nie.⁣
Als Paul Fischer sich dazu entschloss die 4-8-8-4 BogBoy der Union Pacific Railroad nachzubauen, besorgte er sich zunächst die originalen Baupläne.⁣
Anschließend begann er mit dem Druck der Hauptantriebsräder, die aus zwei Teilen bestanden.⁣
"Eigentlich habe ich immer angenommen, dass selbst solch simple Gegenstände, wie diese Räder, aus Metall sein müssten. Aber es ist so einfach."⁣
Anschließend entwickelte Fischer den Big-Boy-Antriebsmotor mit der SolidWorks 3D-Modellierungssoftware und dann auf einem MakerBot Replicator+ Desktop 3D-Drucker.⁣
Und dies alles sogar in seinem Keller.⁣
Fischer verbrachte zwischen 700 und 800 Stunden mit dem Zeichnen und weiteren 1.000 Stunden mit dem 3D-Druck der Lokomotive.⁣
 
Insgesamt arbeitete er acht Monate mit dem Big Boy und sagt es sei manchmal wie mit einem Neugeborenen gewesen.
"Mitten in der Nacht hörte ich wie der Drucker aufhörte und dann stand ich auf, um zu schauen, ob alles okay war."⁣
 
Und ähnlich wie bei dem eigenem Kind war sich Fischer für nichts zu schade.⁣
So hat er 16 Rollen MakerBot True Black PLA-Filament und zwei 60 Gramm Tuben von Zap Super Glue verwendet.⁣
Wenn die Teile fertig gedruckt waren, konnte er sie einfach zusammenfügen und da der Big-Boy ohnehin schwarz gewesen ist, konnte er sich das anmalen sogar sparen.⁣
 
Die fertige Maschine war am Ende ganze 1,8 Meter lang und somit "gerade kurz genug, um in den SUV zu passen".⁣
Somit konnte er am Ende voller Stolz in das MakerBot-Hauptquartier in Brooklyn, New York bringen.⁣

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